Indexierungsprobleme mit der Google Search Console beheben

Indexierungsprobleme mit der Google Search Console beheben

Eine gut gestaltete Website und ein qualitativ hochwertiger Inhalt reichen nicht aus, um bei Google sichtbar zu sein: Ihre Seiten müssen zudem korrekt indexiert sein. Die Indexierung ist der Prozess, durch den Google Ihre Seiten in seiner Suchmaschine erfasst und einordnet. Ohne sie ist es unmöglich, in den Suchergebnissen zu erscheinen und somit organischen Traffic zu erzeugen.

Doch was tun, wenn manche Seiten nicht in den Google-Ergebnissen erscheinen oder wenn ein technisches Problem ihre Indexierung verhindert? Genau hier kommt die Google Search Console (GSC) ins Spiel, ein von Google bereitgestelltes kostenloses und leistungsstarkes Werkzeug, mit dem sich die Indexierungsprobleme Ihrer Website diagnostizieren und beheben lassen.

Den Indexierungsstatus mit der Google Search Console überprüfen

Bevor man versucht, ein Indexierungsproblem zu beheben, ist es wesentlich zu verstehen, wie Google Ihre Website wahrnimmt und welche Seiten korrekt indexiert sind. Die Google Search Console liefert über den Reiter „Abdeckung“, der über das Hauptmenü erreichbar ist, einen detaillierten Bericht über den Indexierungsstatus. Dieser Bericht ist in mehrere Kategorien unterteilt: Seiten mit Fehlern, gültige Seiten mit Warnungen, gültige Seiten und jene, die von der Indexierung ausgeschlossen sind.

Den Abdeckungsbericht verstehen

Wird eine Seite als fehlerhaft gemeldet, bedeutet das, dass Google versucht hat, sie zu crawlen, ein Problem sie jedoch daran gehindert hat, sie seinem Index hinzuzufügen. Diese Fehler können auf Serverprobleme, nicht auffindbare Seiten (404) oder auch auf durch die Datei robots.txt auferlegte Beschränkungen zurückzuführen sein. Diese Anomalien erfordern eine schnelle Korrektur, denn sie verhindern, dass Ihre Website korrekt gelistet wird.

Die als gültig mit Warnungen markierten Seiten sind im Allgemeinen indexiert, weisen jedoch ein Problem auf, das ihre Sichtbarkeit beeinträchtigen könnte. Google informiert Sie beispielsweise über eine Indexierung trotz eines widersprüchlichen „noindex“-Tags oder über eine blockierte Ressource, die die korrekte Anzeige des Inhalts verhindert. Diese Warnungen verdienen es, analysiert zu werden, um jede Widersprüchlichkeit in dem an die Suchmaschinen gesendeten Signal zu vermeiden.

Die gültigen Seiten sind jene, die ohne jedes Problem gecrawlt und dem Index von Google hinzugefügt wurden. Das Vorhandensein zahlreicher ausgeschlossener Seiten kann hingegen Fragen aufwerfen. Google kann sich aus verschiedenen Gründen entscheiden, bestimmte Seiten auszuschließen: Sie können als doppelter Inhalt betrachtet werden, auf eine andere URL weiterleiten, durch eine „noindex“-Anweisung blockiert oder vom Algorithmus schlicht als nicht relevant eingestuft werden.

Die Gründe einer Nicht-Indexierung analysieren

Stellen Sie fest, dass manche strategischen Seiten Ihrer Website nicht indexiert sind, besteht der erste Schritt darin, die Ursache zu ermitteln. Die Google Search Console ermöglicht es, detaillierte Informationen zu erhalten, indem man eine bestimmte URL prüft.

Das Werkzeug „URL-Prüfung“ ermöglicht es, die Adresse einer Seite einzugeben und eine präzise Diagnose zu erhalten. Es gibt an, ob die Seite im Index von Google vorhanden ist, und zeigt gegebenenfalls die Gründe an, aus denen sie es nicht ist. Es zeigt auch das letzte Crawling-Datum durch den Googlebot, wodurch sich überprüfen lässt, ob das Problem neu ist oder schon lange besteht.

Wurde die Seite nie gecrawlt, kann das auf ein Zugänglichkeitsproblem oder einen Mangel an internen Links hindeuten, die die Navigation der Robots erleichtern. In diesem Fall empfiehlt es sich, die interne Verlinkung zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Seite von anderen Seiten der Website aus gut erreichbar ist.

Eine manuelle Indexierung beantragen

Ist eine wichtige Seite nicht indexiert und haben Sie die möglichen Probleme behoben, lässt sich der Prozess beschleunigen, indem man über die Google Search Console ein manuelles Crawling beantragt.

Das Werkzeug „URL-Prüfung“ ermöglicht es, eine URL bei Google einzureichen und ein erneutes Crawling zu beantragen. Diese Maßnahme garantiert keine sofortige Indexierung, signalisiert Google jedoch, dass eine Aktualisierung verfügbar ist, und erhöht so die Chancen, dass die Seite schnell berücksichtigt wird.

Sobald der Indexierungsstatus gut analysiert ist, wird es möglich, die häufigen Fehler zu erkennen und die notwendigen Korrekturen vorzunehmen, um die Sichtbarkeit Ihrer Website in den Suchergebnissen zu optimieren.

Die häufigsten Indexierungsfehler erkennen und beheben

Nachdem man den Abdeckungsbericht in der Google Search Console analysiert hat, ist es wesentlich, die Gründe zu verstehen, aus denen manche Seiten nicht indexiert sind, und die notwendigen Korrekturen vorzunehmen. Die Indexierungsprobleme können verschiedene Ursachen haben: nicht auffindbare Seiten, unbeabsichtigte Beschränkungen, technische Fehler oder auch inhaltsbedingte Probleme. So lassen sich die häufigsten Fehler beheben.

Die Fehler „URL nicht auffindbar (404)“ beheben

Gibt eine Seite einen 404-Fehler zurück, bedeutet das, dass sie entfernt oder verschoben wurde, ohne dass eine Weiterleitung eingerichtet wurde. Google betrachtet diese Seiten als nicht existent, was der Nutzererfahrung und der Autorität der Website schaden kann.

Um dieses Problem zu lösen, muss man zunächst die internen Links ermitteln, die auf diese Seiten verweisen, und sie aktualisieren, falls eine alternative Version existiert. Hat die entfernte Seite kein relevantes Pendant, ist es vorzuziehen, den 404-Fehler zu belassen, denn Google versteht, dass es sich um eine endgültig entfernte Seite handelt. Wurde sie hingegen auf eine andere URL verschoben, muss eine 301-Weiterleitung eingerichtet werden, um Google und die Besucher zur neuen Adresse zu leiten.

Die Datei robots.txt überprüfen und ändern

Die Datei robots.txt ermöglicht es, das Crawling Ihrer Website durch die Suchmaschinen zu steuern. Eine falsche Konfiguration kann Google daran hindern, auf bestimmte wichtige Seiten zuzugreifen. Es ist daher wesentlich zu überprüfen, ob „Disallow“-Anweisungen unbeabsichtigt Seiten blockieren, die indexiert werden sollten.

Dafür ist das Testwerkzeug der Datei robots.txt in der Google Search Console ein guter Ausgangspunkt. Blockiert eine Beschränkung eine wichtige Seite, genügt es, die Datei zu ändern, indem man die betreffende Anweisung entfernt, und dann das Crawling über das Werkzeug zur URL-Prüfung erneut zu testen. Sobald die Änderung vorgenommen wurde, kann ein Indexierungsantrag an Google gesendet werden, um die Berücksichtigung der Änderungen zu beschleunigen.

Ein unerwünschtes „noindex“-Tag entfernen

Ein Meta-Robots-Tag „noindex“ weist die Suchmaschinen an, dass eine Seite nicht indexiert werden soll. Ist diese Anweisung auf einer strategischen Seite vorhanden, muss sie entfernt werden, um ihre Indexierung zu ermöglichen.

Die Überprüfung kann direkt im Quellcode der Seite oder mithilfe der Google Search Console erfolgen, die angibt, ob eine Seite von dieser Anweisung betroffen ist. Sobald das Tag entfernt wurde, empfiehlt es sich, im Werkzeug zur URL-Prüfung ein erneutes Crawling der URL zu beantragen, damit Google seinen Index schnell aktualisieren kann.

Die serverbedingten Crawling-Fehler beheben

Die 5xx-Fehler (wie die Fehler 500 oder 503) geben an, dass der Server nicht korrekt auf die Anfragen des Googlebot antwortet. Dieses Problem kann auf eine Überlastung des Servers, eine falsche Konfiguration oder eine laufende Wartung zurückzuführen sein.

Um Abhilfe zu schaffen, ist es wichtig, den Zustand des Servers zu überwachen und seine Leistung zu optimieren. Eine Analyse der Server-Logs kann helfen, die Zeiträume zu erkennen, in denen diese Fehler auftreten. Treten sie häufig auf, kann ein leistungsfähigeres Hosting oder eine Optimierung der Website (Verringerung der Ladezeit, Verbesserung des Caches) in Betracht gezogen werden.

Sicherstellen, dass der Inhalt relevant und nicht dupliziert ist

Google kann bestimmte Seiten aus seinem Index ausschließen, wenn es sie als doppelten Inhalt oder als von geringer Qualität betrachtet. Das kann geschehen, wenn mehrere URLs denselben Inhalt anzeigen, ohne eine klare Anweisung, welche bevorzugt werden soll.

In diesem Fall ermöglicht die Verwendung des Canonical-Tags, Google anzuzeigen, welche Version indexiert werden soll. Haben mehrere Seiten einen sehr ähnlichen Inhalt, ist es vorzuziehen, sie zu einer einzigen zusammenzuführen oder Änderungen vorzunehmen, um sie zu unterscheiden. Eine Analyse mit Werkzeugen wie Screaming Frog oder Siteliner kann helfen, diese Duplikationsprobleme zu erkennen.

Die Indexierung der wichtigen Seiten verbessern

Sobald die Indexierungsfehler erkannt und behoben sind, besteht der nächste Schritt darin, das Crawling und die Indexierung der strategischsten Seiten Ihrer Website zu optimieren. Es reicht nicht aus, dass Google auf eine Seite zugreifen kann: Es muss sie außerdem als wichtig genug erachten, um sie schnell zu indexieren und ihr eine gute Sichtbarkeit einzuräumen. Mehrere Techniken ermöglichen es, dies zu erreichen, insbesondere indem man den Robots von Google den Zugang erleichtert und die Inhalte korrekt strukturiert.

Eine manuelle Indexierung für die vorrangigen Seiten beantragen

Werden an einer Seite Änderungen vorgenommen, kann es nützlich sein, ihre Indexierung über die Google Search Console zu beschleunigen. Das Werkzeug zur URL-Prüfung ermöglicht es, eine Seite bei Google einzureichen und ein erneutes Crawling zu beantragen. Diese Option ist besonders wirksam für kürzlich aktualisierte oder neu erstellte Seiten. Auch wenn diese Anfrage keine sofortige Indexierung garantiert, signalisiert sie Google, dass die Seite zur Analyse bereit ist.

Die XML-Sitemap optimieren und bei Google einreichen

Eine gut strukturierte Sitemap hilft Google, die wesentlichen Seiten einer Website leichter zu entdecken. Es handelt sich um eine XML-Datei, die alle zu indexierenden Seiten auflistet, ergänzt durch nützliche Informationen wie ihr Datum der letzten Aktualisierung. Diese Datei muss fehlerfrei sein und regelmäßig aktualisiert werden, um die Entwicklungen der Website widerzuspiegeln.

In der Google Search Console lässt sich eine Sitemap über den dafür vorgesehenen Reiter einreichen. Nach dem Senden liefert das Werkzeug einen Bericht über ihren Zustand und meldet mögliche Probleme, die die Berücksichtigung bestimmter Seiten verhindern. Eine regelmäßige Überprüfung ermöglicht es sicherzustellen, dass alle neuen Seiten korrekt indexiert sind und dass die Sitemap keine veralteten URLs enthält.

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Die interne Verlinkung stärken, um das Crawling zu verbessern

Die interne Verlinkung spielt eine grundlegende Rolle bei der Indexierung. Je mehr interne Links eine Seite von anderen Seiten der Website erhält, desto wahrscheinlicher wird sie von Google schnell gecrawlt. Es ist daher entscheidend, relevante Links zwischen den Inhalten einzubinden und die wichtigsten Seiten in Artikeln oder Navigationsmenüs hervorzuheben.

Eine gute Praxis besteht darin, verwaiste Seiten zu vermeiden, also solche, die über keinen internen Link erreichbar sind. Google hat Schwierigkeiten, diese Seiten zu indexieren, da sie nicht mit dem Rest der Website verbunden sind. Ein Audit der internen Verlinkung mit Werkzeugen wie Screaming Frog oder Ahrefs ermöglicht es, diese Seiten zu erkennen und ihnen relevante interne Links zuzuweisen.

Die Qualität und Einzigartigkeit des Inhalts verbessern

Google bevorzugt originelle, gut strukturierte Inhalte, die den Nutzern einen echten Mehrwert bieten. Enthält eine Seite wenig Text, doppelten Inhalt oder zu viele technische Elemente ohne informativen Wert, läuft sie Gefahr, von den Suchmaschinen ignoriert zu werden.

Es ist wesentlich, jede Seite mit klaren Titeln, gut ausgefüllten Meta-Tags und einem ausreichend reichhaltigen Inhalt zu optimieren, um den Erwartungen der Nutzer zu entsprechen. Bei doppeltem Inhalt ermöglicht die Verwendung des Canonical-Tags, Google anzuzeigen, welche Version indexiert werden soll. Dieser Ansatz ist besonders nützlich für E-Commerce-Websites, bei denen mehrere Seiten sehr ähnliche Produktbeschreibungen aufweisen können.

Die Indexierung überwachen und künftige Probleme vorwegnehmen

Die Indexierungsfehler zu beheben und seine Website für Google zu optimieren reicht nicht aus: Es ist entscheidend, eine regelmäßige Überwachung einzurichten, um zu vermeiden, dass sich dieselben Probleme wiederholen. Die Indexierung einer Website ist ein dynamischer Prozess, der von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird, insbesondere von den Updates von Google, den Änderungen der Website und der Entwicklung der bewährten SEO-Praktiken. Eine proaktive Überwachung ermöglicht es, mögliche Blockierungen vorwegzunehmen und eine kontinuierliche Präsenz in den Suchergebnissen zu gewährleisten.

Ein regelmäßiges Monitoring in der Google Search Console durchführen

Die Google Search Console ist das zentrale Werkzeug für die Überwachung der Indexierung. Es empfiehlt sich, dort häufig den Abdeckungsbericht zu konsultieren, um jede Anomalie schnell zu erkennen. Ein plötzlicher Anstieg von Indexierungsfehlern kann auf ein technisches Problem hindeuten, wie eine Serverstörung, eine Änderung der Datei robots.txt oder versehentlich hinzugefügte „noindex“-Tags.

Der Reiter „Crawling“ liefert ebenfalls wertvolle Informationen darüber, wie der Googlebot mit der Website interagiert. Brauchen manche Seiten zu lange, um gecrawlt zu werden, oder sinkt die Zahl der indexierten Seiten ohne ersichtlichen Grund, kann das auf ein Problem des Crawl-Budgets hindeuten. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, die Zahl der nutzlosen Seiten zu verringern, indem man jene blockiert, die keinen Wert bringen (Archive, interne Suchfilter, veraltete Seiten).

Ergänzend andere SEO-Werkzeuge nutzen

Auch wenn die Google Search Console ein ausgezeichneter Ausgangspunkt ist, ist es oft nützlich, weitere Werkzeuge einzubinden, um ein vollständigeres Bild der Lage zu erhalten. Google Analytics ermöglicht es beispielsweise, ungewöhnliche Traffic-Rückgänge zu erkennen, die mit einer plötzlichen Deindexierung zusammenhängen könnten.

Programme wie Screaming Frog, Ahrefs oder SEMrush bieten fortgeschrittene Funktionen, um Fehler zu erkennen, die von der Google Search Console nicht gemeldet werden, wie tote interne Links, doppelten Inhalt oder verwaiste Seiten. Durch das Verknüpfen dieser verschiedenen Datenquellen wird es leichter, Trends zu erkennen und zu handeln, bevor die SEO-Auswirkung zu groß wird.

Das Crawl-Budget für ein effizientes Crawling optimieren

Google widmet dem Crawling einer Website keine unbegrenzte Menge an Ressourcen. Werden zu viele nutzlose Seiten gecrawlt, laufen die wirklich wichtigen Seiten Gefahr, ignoriert oder seltener gecrawlt zu werden. Das nennt man das Crawl-Budget.

Um dieses Budget zu optimieren, ist es ratsam sicherzustellen, dass nur die relevanten Seiten für Google zugänglich sind. Das erfolgt über den Ausschluss der sekundären oder wenig wertvollen Seiten mithilfe der Datei robots.txt oder der „noindex“-Anweisung. Eine gute interne Verlinkung hilft ebenfalls, den Googlebot zu den strategischsten Seiten zu leiten und zu vermeiden, dass sich das Crawling auf unwichtige URLs verteilt.

Ein weiterer Optimierungshebel besteht darin, die Ladegeschwindigkeit der Website zu verbessern. Eine schnelle Website ermöglicht es Google, in kürzerer Zeit mehr Seiten zu crawlen, was eine effizientere Indexierung begünstigt.